FAQ

Wie ist diese Studie aufgebaut?

 

Die ELSA-Studie (elsa-studie.de) beschäftigt sich mit Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt schwangerer Frauen. Es sollen Erkenntnisse über die sozialen und gesundheitlichen Belastungen, über die Stärken oder Fähigkeiten der Frauen, sowie über Unterstützung in einer solchen Situation gewonnen werden. 

Das Teilprojekt ELSA-VG an der Hochschule Nordhausen legt den Fokus auf die Perspektive von Frauen, die aufgrund ihrer Lebenssituation mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sein können. Wir interessieren uns für migrierte, geflüchtete und/oder illegalisierte Frauen oder Frauen, die zum Zeitpunkt der ungewollten Schwangerschaft Gewalt in ihrer Paarbeziehung erfahren haben. Ziel ist es, die individuellen Stärken und Unterstützungen sowie die Lebenslagen dieser ungewollt Schwangeren zu erfassen. Wir wollen ihnen einen Raum für ihre Geschichten und ihre Erfahrungen geben. Ausgehend von diesen persönlichen Erlebnissen sollen Versorgungslücken aufgedeckt und Empfehlungen für das psychosoziale und medizinische Unterstützungssystem abgeleitet werden. Dies soll zu einer nachhaltigen Verbesserung des Versorgungssystems beitragen.

 

Wir suchen Frauen, die…

  • bei Eintritt der Schwangerschaft in einer gewaltgeprägten Paarbeziehung gelebt haben
  • und/oder Migrations- und oder Fluchterfahrungen haben 
  • und/oder ohne einen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland leben. 

 

Im Rahmen des Forschungsprojektes möchten wir die persönlichen Erfahrungen der Frauen zusammentragen. Gab es besondere Herausforderungen? Wer oder was hat sie gestärkt? Wo sehen sie innerhalb der Versorgung Probleme und was bewerten sie im Nachhinein als positiv oder negativ? Es geht um die Zeit, in der sie von der Schwangerschaft erfahren haben, den Entscheidungsprozess für oder gegen das Austragen der Schwangerschaft und die Zeit danach ‑ unabhängig von ihrer Entscheidung. Ob Beratung, medizinische Versorgung oder psychosoziale Angebote: Wer hat ihnen (weiter-)geholfen und wo hätten sie sich mehr Unterstützung gewünscht? Das betrifft auch ihr soziales Umfeld, ihre persönlichen Stärken und Schwierigkeiten.

 

Wir wollen die Lebenssituation der Frauen auf zwei Wegen erfassen: Zum einen durch einen Online-Fragenbogen, der auf einem eigenen Gerät oder unserem Tablet ausgefüllt werden kann. Zum anderen anhand eines offenen Gesprächs, einem sogenannten Interview. Für die jeweilige Beteiligung an einer dieser Befragungen werden alle für Ihren zeitlichen Aufwand entschädigt.

 

Wie werden die Interviews geführt?

 

Durchführung Online-Befragung

Der Fragebogen kann mittels eines von uns zur Verfügung gestellten Links auf eigenen elektronischen Geräten (Tablet oder Laptop/Computer, Smartphone) oder auf von uns zur Verfügung gestellten Tablets ausgefüllt werden. Eine Beantwortung ist sowohl alleine als auch begleitet durch uns möglich. Der Fragebogen ist in verschiedenen Sprachen verfügbar.

 

Durchführung Interviews

Für die Durchführung des Interviews sollten inklusive Vor- und Nachbereitung (Kennenlernen etc.) ca. 2 Stunden eingeplant werden, auch wenn die Interviews in der Regel vermutlich ungefähr eine Stunde in Anspruch nehmen werden. 

Bei Bedarf wird eine Sprach- und Kulturmittlung digital dazu geschaltet. Die Übersetzer*innen sind professionell ausgebildet und werden auf die Sensibilität des Themas vorbereitet. Alle Beteiligten sind der Geheimhaltung verpflichtet.

Pausen oder sogar der Abbruch des Interviews sind jederzeit möglich. Die Frauen können vorab Themen benennen, die ausgeklammert werden sollen. Unsere Interviewerinnen sind spezifisch auf sensible Interviewführung geschult.

 

Was passiert mit meinen Daten?

Die Daten werden selbstverständlich komplett anonymisiert ausgewertet. Persönliche Daten werden zum einen immer getrennt von den Inhalten der Befragung oder der Gespräche aufbewahrt, sodass keine Zurückverfolgung auf einzelne Personen möglich ist. Zum anderen werden persönlichen Daten nur gespeichert, solange die Befragten es uns erlauben. 

 

Wie werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Unsere Ergebnisse sollen auf verschiedenen Wegen veröffentlich werden. Abschließend wird ein Bericht für das Bundesministerium für Gesundheit verfasst, in dem wir unsere Ergebnisse zusammentragen und auf potenzielle Versorgungslücken hinweisen. Gerne informieren wir Sie per E-Mail über anstehende Veröffentlichungen.